Marbella (Málaga), 7. August 2008.
José Luque García, teilhabender Hauptgeschäftsführer der El Fuerte Gruppe
ökologischer Tourismus, ökotourismus und Grüner Tourismus führten zur Entwicklung eines noch umfassenderen Konzepts, das mit der Tourismussparte unseres Unternehmens, dem nachhaltigen Tourismus oder genauer gesagt, dem verantwortlichen Tourismus im Einklang steht. Der ökologische Tourismus stellt per Definition "die Erhaltung der natürlichen und kulturellen Umwelt des jeweiligen Ortes in den Vordergrund". Sein Schwerpunkt liegt in der ökologischen Nachhaltigkeit.
In den vergangenen fünf Jahrzehnten stieg die Anzahl der vom internationalen Tourismus beförderten Reisenden von 25 auf 700 Millionen pro Jahr. Die Reiseziele liegen immer weiter entfernt, was sich stark auf die Umwelt, Wirtschaft und das soziokulturelle Leben der jeweiligen Gebiete auswirkt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichen von Saisonabhängigkeit, mangelnder Planung von Infrastrukturen, exzessiver Aufwertung einheimischer Ressourcen bis hin zu überhandnehmender Abhängigkeit von Zwischenhändlern und Dienstleistungsträgern. Auch soziokulturell gesehen kann sich Tourismus negativ auf das Gastgeberland und seine Gesellschaft auswirken.
Der nachhaltige Tourismus betrachtet im Gegensatz zum ökologischen Tourismus nicht nur die Auswirkungen auf die Umwelt, sondern bezieht auch andere Aspekte mit ein, wie wirtschaftliche und soziokulturelle Einflüsse, die in diesem Prozess eine Rolle spielen. Dieser kann auch als das Gleichgewicht zwischen einer maximalen Nutzung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und natürlichen Ressourcen des Zielgebiets, der Zufriedenstellung der Besucher sowie der Minimierung der negativen Auswirkungen auf das Gastgeberland oder seine Umwelt definiert werden.
Der verantwortliche Tourismus ist mehr als ein Modell, er steht für eine Haltung, die alle Formen des ökologischen und nachhaltigen Tourismus zusammenfasst und auf der Erkenntnis basiert, dass es für die Schaffung von Nutzen zwingend notwendig ist, alle maßgeblichen Anspruchsberechtigten (Stakeholders) zu respektieren, die in den Tourismusaktivitäten eine Rolle spielen: die natürliche und soziokulturelle Umgebung, Aktionäre, Kunden, Angestellten, Lieferanten und öffentliche Verwaltungen.
Das schlechte Image aufgrund der irreführenden PR-Strategien des Greenwashing (der Versuch von Unternehmen, sich eine umweltfreundliche, reine Weste zu verpassen), das diesen Trends soviel Schaden zufügte, könnte durch die Einrichtung von international anerkannten Parametern gelöst werden, die dem Konsumenten klar vor Augen führen, welche Unternehmen tatsächlich einen verantwortlichen Tourismus praktizieren und welche nicht. Zum Beispiel: Der Einsatz von erneuerbarer und nicht-erneuerbarer Energie. Solche Parameter dienen auch zur Beurteilung öffentlicher Verwaltungen und stehen in direktem Zusammenhang mit dem Management von Touristikunternehme
Nicht nur Kapital, sondern auch alle anderen Schlüsselfaktoren, die den Tourismus als einen Geschäftszweig ermöglichen, müssen mit einkalkuliert werden. Berücksichtigen wir diese Faktoren nicht, können wir durchaus rentabel sein, allerdings wird es sich immer um ein kurzfristiges Ergebnis handeln. Langfristig gesehen wird ein Ungleichgewicht der natürlichen, sozialen, kulturellen Umgebung und unseren menschlichen Ressourcen unabänderlich unser Unternehmen beeinflussen. In den Industrieländern übt die Gesellschaft den notwendigen Druck aus, um die Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren zu gewährleisten, in weniger entwickelten Ländern jedoch oder in Ländern mit weniger Ressourcen, kann nur das Verantwortungsbewusstsein des jeweiligen Touristikunternehmens für dieses Gleichgewicht sorgen.
Der Kunde der Zukunft hat einen immer besseren Informationsstand und trifft Konsumentscheidungen mit großem Verantwortungsbewusstsein seiner Umwelt gegenüber in der umfassenden Weise, die wir hier beschrieben haben. Die Aufgabe privater und öffentlicher Initiativen liegt darin, einen verantwortungsbewussten Tourismus in verantwortlichen Zielgebieten zu etablieren.
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