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Reiseführer von Andalusien > Städte > Antequera

Antequera

Nur 50 Kilometer von der Provinzhauptstadt Malaga entfernt liegt Antequera, eine der wichtigsten Städte der Provinz, die aufgrund seiner Lage zwischen den Provinzen Malaga, Granada, Cordoba und Sevilla, auch als das Herz Andalusiens bekannt ist. Sie wird von den Bergen des El Torcal und der Chimenea umgeben.

Merkwürdigerweise ist die Stadt mit ihren 817 km2 eine der flächenmässig grössten Gemeinden in Spanien. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf rund 46000.

Das Klima ist im allgemeinen mild und schwankt zwischen 35º im Sommer und 18º im Winter.

Wirtschaftlich gesehen erlebt die Stadt heute einen ihrer besten Momente, da sich sehr viele Projekte in der Planung befinden: der Verkehrsanschluss mit dem AVE (ICE) nach Madrid, Cordoba und an die Costa del Sol; ein Flughafenprojekt, sowie ihrem Industriegebiet, das sich mit dem Unternehmenspark von Antequera zusammengeschlossen hat. All dies ist der Grund für einen grossen Optimismus für die Zukunft, vor allem in Bezug auf neue Arbeitsplätze.

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GESCHICHTE

Die ersten Siedler Antequeras gehen auf 2000-2500 v.Chr. zurück. Aus dieser Zeit stammen Reste von grosser archäologischer Bedeutung, wie z. B. die Dolmen von Menga, Viera und El Romeral. Im Bezug auf die Dolmen, gelten diese Funde als die wichtigsten Spaniens.

Danach, während der römischen Epoche, war Antikaria der Sitz der einzigen Bischofsschule der Cäsaren Spaniens.

Während der Araber wechselte ihr Name auf Medina Antakira. Nach der Eroberung durch die Muslime mit Truppen unter Führung von Abdelazis-Ben-Muza-Ben-Noseir, gewann die Stadt an militärischer Bedeutung. Ab Mitte des XIII Jahrhunderts, setzten sich die kastillischen Monarchen die Rückeroberung als erstes Ziel, um so das Königreich Granada zu erobern. Deshalb versuchten sie mehrere Male, die Stadt einzunehmen.

Schliesslich wurde die Stadt nach der Eroberung zu einem Ausgangspunkt  für spätere Eroberungen, wie die von Alora und Casarabonela, und wie bereits schon erwähnt, der des Königreichs von Granada.

Nach der Eroberung dieses Königreichs wird die Stadt zu einem bedeutenden Bevölkerungspunkt, aber ihr wirkliches Wachstum erlebt sie im XVI und XVII Jahrhundert aufgrund der Lage zwischen den Provinzen von Malaga, Cordoba, Sevilla und Granada.

Während des XVIII Jahrhunderts erlebt die Stadt, dank der grossen Anzahl an Ansiedelungen religiöser Kongregationen, eine aussergewöhnliche Epoche. Es wurden Häuser, Kapellen und Kirchen gebaut und so kam es, dass die Stadt zur Klosterstadt wurde.

Durch grosse Epidemien verliert die Stadt zu diesem Zeitpunkt eine grosse Anzahl ihrer Bevölkerung.
Heute steigt die Bevölkerungszahl aufgrund der Industrialisierung wieder steil an.

DENKMÄLER UND SEHENSWERTE ORTE

  • Torcal in Antequera:
    Man kann ihn als eine Stadt in Ruinen definieren, die aus der launischen Entwicklung eines geologischen Karstprozesses entstand. Im Laufe der Jahre, haben sich die Felsen aus den Meeren erhoben, bis sie ihre heutige merkwürdige Form erreicht haben. Bei diesem Vorgang war die Präsenz von Wasser grundlegend und aus diesem grund existieren verschiedene Quellen, von denen die wichtigste die der Villa ist, die auch die grösste Wassermenge aufweist. Einer der bekanntesten Abschnitte des Torcals ist der des Tornillos (Schraube). Der Name beruht auf seiner originellen Form, die von der Natur geformt wurde. Der Umfang beträgt 25 Meter.
  • El Torcal
    El Torcal

  • Dolmen:
    Es ist der bedeutendste Dolmenkomplex Europas. Der Menga Dolmen ist der älteste und zwei weitere Dolmen befinden sich vor Ort: der Viera Dolmen und der des El Romeral.
  • Arco de los Gigantes (Der Bogen der Riesen):
    Dieser eindrucksvolle Bogen öffnet sich in einem mehr als zwei Meter dicken Mauerwerk, in dem sich lateinische Inschriften und vier grosse Steintafeln befinden, die König Felipe II gedacht sind.Arco de los Gigantes
    Die Anlage erfuhr mit der Zeit verschiedene Umbauten, bei denen später einige der Originalelemente entfernt und hinzugefügt wurden.
  • Stierkampfmuseum:
    Die Ausstellungsobjekte dieses Museums sind sehr verschieden und reichen von einem Foto- und Pressearchiv über Themen, die mit dem Stierkampf in Verbindung stehen, bis hin zu Dokumenten und Plakaten im Bezug auf die nationale Fiesta. Auch einige Stierköpfe sind ausgestellt, die von historischen Kämpfen stammen, die in verschiedenen Arenen Spaniens ausgetragen wurden.
  • Königliches Gebäude "Santa Maria la Mayor":
    Dieses Gebäude im Renaissancestil wurde Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut und hat eine wunderschöne Fassade im Platereskstil mit Öffnungen und vertieften Bögen, als seien es Nischen.   Im Inneren muss der gotische Altar hervorgehoben werden, sowie eine herrliche Täfelung im Mudejarstil.

·	Königliches Gebäude "Santa Maria la Mayor"
Königliches Gebäude "Santa Maria la Mayor"


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