Ein anderer wichtiger, archäologischer
Fund in San Pedro de Alcantara ist die frühchristliche
Basilika von Vega del Mar, die im III Jahrhundert erbaut
wurde und später von den Westgoten als Nekropolis genutzt wurde.
Während
der arabisch-andalusischen Zeit, siedelt sich die Stadt
an dem Ort an, an dem sich heute das Zentrum befindet und
der eine bedeutende Rolle in der örtlichen Geschichte
einnimmt. Während der Taifas lagen die Idrisies, die
Gouverneure der Stadt, und die Hammudíes von Algeciras
in ständigem Streit, bis die Benimerines (1274) erschienen,
die nachdem sie Marbella und Malaga einnahmen, das Gebiet
zusammenführten.
Während der Masriden war Marbella vom Königreich
Granada abhängig, was bis zur Eroberung der Stadt
durch die Katholischen Könige 1485 andauerte. Aus
dieser Zeit stammt die Altstadt Marbellas, die Überreste
der Stadtmauern und zwei Verteidigungstürme.
Ein neuer Impuls, der die Physiognomie, die wirtschaftliche
Aktivität und die Lebensart der Einwohner Marbellas,
San Pedro de Alcantara und des gesamten Stadtgebietes endgültig ändert,
findet in der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts statt.
Es ist die progressive Entwicklung des Tourismus, die in
den 60er Jahren beginnt und die Stadt in eine der besten
der weltweiten Tourismusbühne verwandelt.
Einige Jahrtausende vor Christus gab es bereits menschliche
Ansiedlungen in der Sierra Blanca von Marbella. Dies belegen
die Objekte und menschlichen Überreste der Spät-
und Jungsteinzeit, die man an den Ausläufern der Berge
gefunden hatte.
Neuere Funde weisen darauf hin, dass orientalische Völker
(Phönizier und Punicos) sich in der Zone des Real
Flusses niedergelassen hatten.
Die Spuren Roms in unserer Stadt beweisen zahlreiche Überreste,
wie die Römische Villa am Real Fluss, die römischen
Thermen am Guadalmedina und verschiedene Funde in der Altstadt.
Die
ersten Hinweise auf Marbella finden wir zum ersten Malim
Mittelalter in den Texten der Geographen und muslimischer
Reisender.
Während der islamischen Epoche, verwandelt sich Marbella
in eine Stadt, die von Mauern umringt ist. Die Muselmanen
bauen eine Festung und umringten die Stadt mit einer befestigten
Mauer mit drei Zugangsmöglichkeiten oder Toren: “del
Mar”(vom Meer), “de Ronda”(von Ronda)
und “de Málaga”(von Malaga). Die Festung
wird erhalten, aber die Mauern und Tore sind verschwunden.
Nach der Wiedereroberung und während des XVI Jahrhundert
erfuhr die städtische Struktur von Marbella bedeutende Änderungen.
Das Zentrum der muselmanischen „Medina“ (heutige
Altstadt) wurde abgerissen, um einen Platz (“Plaza
Mayor” oder “Real” und heute “Los
Naranjos”) und eine „Neue“ Strasse zu
schaffen, um den Platz mit dem "Tor zum Meer" zu
verbinden.
Im XIX Jahrhundert gesellt sich Marbella, mit der Installation
der ersten Hochöfen Spaniens im El Angel und der Concepcion,
um die Erze der Minen der Sierra Blanca auszunutzen, zur Industrialisierung Malagas, die sich in die 2. Industrieprovinz
der Iberischen Halbinsel verwandelt.
Vor 45 Jahren war Marbella ein landwirtschaftliches Dorf
mit einer Minenaktivität und 10000 Einwohnern. Heute
sind es mehr als 100000 gemeldete Einwohner, abgesehen
von denen, die nicht gemeldet sind. Das Stadtgebiet hat
sich in eines der bedeutendsten Tourismuszentren verwandelt
und zu ihren Mitteln zählen 25 km saubere Strände
und eine herrliche Berglandschaft (Sierra Blanca), ein
bedeutendes Netz an Hotels hoher Qualität, ein Fischerhafen
und drei Yachthäfen – unter ihnen der berühmte
Puerto Banus -, elf Golfplätze (einer davon auch bei
Nacht bespielbar), luxuriöse Siedlungen, eine Gastronomie
und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten in den
Strassen und auf den Plätzen des Ortes. All dies hat
die alte, von Stadtmauern umringte Stadt, in ein grosses
Zentrum verwandelt.
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