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Geld

Der Euro ist das gesetzliche Zahlungsmittel in Andalusien, genauso wie im Rest Spaniens.

Am 1. Januar 1999 begann die dritte Phase der Europäischen Wirtschafts- und Finanzunion und mit ihr, startete der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel in den Mitgliedsländern der besagten Union. Es dauerte allerdings zum 1. Januar 2002, bis der Euro die Pesete auch physisch ablöste. Die drei Jahre von 1999 bis 2002 gelten deshalb als der sogenannte Übergangszeitraum, in dem sich alle sozialen Sektoren sich auf den Start des Euro vorbereiten sollten.

Obwohl die Zweigstellen der Banco de España (spanischen Nationalbank) immer noch Peseten in Euro umtauschen, ist der Euro das einzig legale Zahlungsmittel, genauso wie im Rest der EU.


Weitere Informationen: Fabrica Nacional de Moneda y Timbre (Nationale Prägeanstalt)
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Es ist schwer, sich an eine neue Währung zu gewöhnen und um es einfacher zu machen, ist es gut, die allgemeinen Eigenschaften des Geldes des Ortes, an dem wir uns befinden oder den wir zu besuchen planen, zu kennen. In diesem Fall ist es Spanien, wo der Euro verwendet wird, der das gesetzliche Zahlungsmittel der EU ist. Trotzdem wird er nicht von allen Mitgliedsländern benutzt, sondern nur von denen der sogenannten Eurozone, dessen Länder bestimmte Bedingungen finanzieller Stabilität erfüllen und die es erlaubt, die Währung zu stützen. Sie sollten wissen, dass:
  • Der Euro ist das offizielle Zahlungsmittel von Spanien.
  • Die sieben verschiedenen Geldscheine sind: 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro.
  • Die Bezeichnungen sind verschiedenfarben und haben spezielle Formate und Tasteigenschaften. Dies ist speziell für blinde oder sehbehinderte Personen.
  • Das Papier enthält fluoreszierende Fasern und eine Zeichnung, die in mehreren Tönen gehalten ist. Das Nachahmung der Zeichnung erfordert den Fälschern eine Zusatzarbeit, weil man sie, durch Drucken oder Kopieren, nicht einfach nachmachen kann
  • Es werden die sieben historischen Epochen der europäischen Kultur dargestellt: klassisch (5 Euro-Schein), romanisch (10 Euro-Schein), gotisch (20 Euro-Schein), Renaissance (50 Euro-Schein), Barock und Rokoko (100 Euro-Schein), Eisen- und Glasarchitektur (200 Euro-Schein) und die moderne Architektur des XX Jahrhunderts (500 Euro-Schein).
  • Diese sieben Epochen werden durch die jeweiligen Architekturstile dargestellt: Die drei grossen, dargestellten architektonischen Elemente – Fenster, Portale und Brücken – sind keinem Monument oder Land im einzelnen zugeschrieben, aber repräsentieren die Architekturstile, die in grossen Teilen Europas Anwendung fanden.
  • Die Werte der Münzen, die das europäische Geldsystem bilden sind im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent und 1 und 2 Euro.
  • Der Ecofin Rat beschloss in einer ersten Phase, mittels einem für alle Länder der EU offenem Wettbewerb, die gemeinsamen Motive der europäischen Münzen. Danach musste die Regierung jedes einzelnen Mitgliedsstaates das Design der nationalen Rückseite entscheiden. Im Fall Spaniens sind die ausgewählten Motive der monarchistischen Institution, Spaniern von weltweitem Prestige und der repräsentativen Landesarchitektur gewidmet.
  • Der Wechselkurs, den Spanien für den Übergang zur neuen Währung festgelegt wurde, waren 166,386 Peseten pro Euro.

Geschichte der Währung in Spanien

LA PESETA (1869 - 2002)

Das Wort Peceta (Stückchen), Verniedlichung von Peça (Stück) existiert schon seit sehr langer Zeit in der katalanischen Sprache. Im XV Jahrhundert wurden Silbermünzen verwendet und im Mittelalter benutzte man zwei Reale, um sie zu bestimmen.
Anfang des XVIII Jahrhunderts wurde das Wort Peceta als Peseta in die spanische Sprache eingeführt. Eine Pragmatik vom 13. Juli 1718 ist das erste offizielle Dokument, dass auf die Peseta anspielt.

Das Wörterbuch der Obrigkeiten von 1737 definiert die Pesete als „Stück, das zwei Silberreale der Provinzwährung entsprechen und rund geformt ist".

Den Prozess, bei dem sie von einer Sprache zur anderen kam, muss man im Erbfolgekrieg der spanischen Krone (1705-1714) suchen, der zwischen dem französischen Thronanwärter, Philip von Bourbon und dem Erzherzog Karl von Österreich ausgetragen wurde. Letzterer führte seine Militäraktionen in Katalonien aus, weshalb er in Barcelona grosse Mengen an Reales geprägt hatte. Danach überfluteten diese Silbermünzen den spanischen Markt und dabei wurde das Wort Peseta populär, was genauso geschrieben wurde, wie die katalanische Aussprache dieses Begriffs war.

Die spanische Vokabel der Peseta kehrte ins katalanische Vokabular zurück und machte eine phonetische Änderung durch, bei der Peseta entstand, Wort, das bis heute noch anhält.

Im September 1868 führten die Revolutionäre die Währungseinheit ein, um Spanien zu modernisieren. Dies geschah im Rahmen des metrischen Dezimalsystems und ersetzte die “Reales” und “Escudos”, die im Land im Umlauf waren.

Ein Erlass vom 19. Oktober 1868 schuf die Pesete mit dem Ziel, die Wirtschaft und den Handel zu vereinfachen und das Finanzsystem voranzutreiben.


Moneda 10 pesetas antigua
Moneda Española, 10 pesetas 1983

Die Pesete als gesetzliches Zahlungsmittel – Das erste Stück mit der Kennzeichnung „Peseta“, wurde, ohne offizielle Währung zu sein, im durch französische Truppen Napoleons I (1808-1814), ) besetzten Barcelona geprägt, als sein Bruder Joseph I der König war. Auf der Vorderseite steht der nominelle Wert und auf der Rückseite befindet sich das Wappen der katalanischen Hauptstadt. Seltsamerweise war es im Jahr 1808 und in Katalonien das erste Mal, dass eine Münze, kurz vor der Ankunft der Franzosen, mit spanischer und nicht lateinischer Inschrift geprägt wurde. Die Inschrift erklärt Fernando VII König von Spanien und es steht Gerona (mit seinem spanischen Namen) als Prägeort.

Die erste Pesete als gesetzliches Zahlungsmittel wurde 1869 mit dem Titel „Provisorische Regierung“ und dem Namen „Hispania“ geprägt. Ersteres bezog sich auf den Revolutionsrat, der vom General Francisco Serrano angeführt wurde.(es muss dazu gesagt werden, dass die Seele der Antisabelino Bewegung der General Juan Prim war) Sie war in einer Münze des Kaisers aus Sevilla, Adriano, inspiriert, auf der sich eine Hebamme auf der Iberischen Halbinsel ausstreckt.

Bis zur Restauration werden keine 1 Peseten Münzen mehr geprägt. Während der Herrschaft Alfonso XII, werden zwischen 1876 und 1885, dem verfrühten Tod des Monarchen, Stücke in diesem Betrag in Umlauf gebracht.

Die erste republikanische Prägung wurde 1933-1934, immer noch in Silber, durchgeführt und es erschien wieder die Hebamme Hispania mit einem Olivenzweig in der Hand.

Inmitten des Bürgerkriegs 1937 wurden die Rubias (Blonden) geboren, nachdem man das Metall der Pesete gegen eine goldfarbene Kupfer-Nickel Legierung ausgetauscht hatte. Die Vorstellungskraft des Volkes erteilte der langen Mähne der dort erscheinenden weiblichen Abbildung, die blonde Farbe.

Scheiben aus Karton, die im Krieg, aufgrund des Metallmangels, im Umlauf waren.

Die Peseten auf Papier wurden während des Bürgerkriegs gedruckt, da die Kriegsindustrie Metalle für die Herstellung von Patronen benötigte.

Das Papier ist eine Treuhandwährung, das heisst, es beruht auf dem Vertrauen des Besitzers, dass der Staat den Gegenwert des Betrages in Metall erstattet. Die Pesete rechts ist die erste Pesete auf Papier, ausgestellt von der Banco de España (spanische Nationalbank) in Burgos.

Franco setzte das Drucken von Pesetenscheinen in der Nachkriegszeit fort. Die erste Pesete unter Franco stammt von 1938 und kam aus Burgos. Der letzte Pesetenschein trägt das Gesicht des Marquis von Santa Cruz, der die unbesiegbare Armada nicht entsenden konnte, und hat das Datum vom 22. Juli 1953.

Die Peseten waren bis 1982 eine Kupfer-Nickel Legierung mit einem grossen Anteil reinem Kupfers. Mit der Zeit wurde dieser Anteil gesenkt, um eine bessere Widerstandsfähigkeit bei der Abnutzung zu sichern.

1944 erscheint die 1 Pesetenmünze, aber noch ohne das Bildnis des Generals. Das erste Perfil Francos erscheint 1947-1948, für das ein Portrait des Bildhauers Mariano Benlliure diente und anfänglich ein übertriebenes Relief aufwies, dass reduziert werden musste.

Die Pesete von 1966, die letzte in der Francozeit, verdanken wir Juan de Avalos. Es ist merkwürdig, wenn man die Entwicklung des Schnauzbarts des Caudillos verfolgt, der mit der Zeit immer kleiner wurde.


Moneda españolaMit der Thronbesteigung im Jahr 1975 und der Wiedereinführung der Demokratie 1978, wird die erste Ausgabe von Peseten, mit dem Gesicht von Juan Carlos I, verwirklicht.

Genau umgekehrt wie der Diktator, schaut er zur linken Seite. Die Ausgaben von 1975 und die erste von 1980 konservieren auf der Rückseite das alte Wappen.

1980 brachte man die Pesete im Andenken an die Fussballweltmeisterschaft heraus, die 1982 in Spanien stattfand. Auf der Rückseite erscheint die Eins. In diesem Jahr wird die treuhändische Beziehung aktualisiert, da eine Pesete von 1944 mehr wert war, als das Metall, aus dem sie hergestellt wurde.

Nach der Aktualisierung wird die Legierung der Peseten geändert und aus Aluminium hergestellt. Dabei gewinnt man wieder die weisse Farbe (nicht das silberne Metall) der Münzen vor dem Krieg. Die letzte Ausgabe, die die traditionellen Ausmasse wahrt, ist zwischen 1982 und 1989 im Umlauf. Die Pesete von 1989 war im Umlauf, bis sie der Euro endgültig am 1. Juli 2002 ablöste. Der Euro startete am 1. Januar 2002 und bestand während sechs Monaten parallel zur Pesete.

Die Peseten wurden bis Dezember 2001 hergestellt (der 31.12 galt dabei als Limit).



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