Die Alcazaba
Wissenschaftler sind sich nicht darüber einig, ob die Burg von den Phöniziern erbaut wurde oder nicht. Sie hegen jedoch keinen Zweifel an der römischen Herkunft der Festung. Denn vor nicht allzu langer Zeit wurden bedeutende Ruinen am Fuße der Anhöhe entdeckt auf der die maurische Verteidigungsanlage erbaut wurde. Die Alcazaba von Málaga war die Residenz der Könige sowie ihrer islamischen und christlichen Regenten. Sie wurde von Badis-Maksan erbaut und vom Emir von Córdoba Abderahmán I (756-788) durch weitere Anbauten ergänzt. Im Jahre 1065 ging die Macht an das Königreich von Granada über, dessen Könige sie erheblich vergrößerten. Zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert wurde die Alcazaba renoviert und an das Schloss von Gibralfaro angeschlossen. Ihre Bedeutung nahm mit den Katholischen Königen noch zu, die ihr Kreuz und Banner im Ehrenturm aufschlugen.
König Felipe IV bewohnte das Gelände im Jahre 1624, Carlos der III ließ die Mauern niederreißen und Wohnstätten erbauen. Eines der wichtigsten historischen Ereignisse war die Belagerung der Stadt zur Zeit der Katholischen Könige. 1487, nachdem die Stadt lange Zeit abgesperrt war, ergab sie sich schließlich den christlichen Monarchen, die Ihr Kreuz und ihre Flagge im Ehrenturm gesetzt hatten. Diese Episode ist auf den Schautafeln abgebildet, die in der Empore der Kathedrale von Toledo gut erhalten sind.
Die Alcazaba von Málaga lässt sich hinsichtlich ihrer Bedeutung mit der von Almería vergleichen, auch wenn die Architektur beider Bauwerke sich gänzlich unterscheidet. Das Schloss von Gibralfaro und die Alcazaba von Málaga sind miteinander durch eine doppelte Reihe von aufsteigenden Schutzwällen verbunden. Die Alcazaba wurde weitgehend im 11. Jahrhundert erbaut und diente den islamischen Regenten der Stadt als Regierungspalast und Festung. Ihr ursprünglicher Zweck war der der Verteidigung, weshalb sie mit 30 Türmen und 20 Festungstoren ausgestattet wurde, deren Einbuchtungen Belagerern den Zutritt erschweren sollten. An der Alcazaba lassen sich Eingangsfestungen erkennen, die ursprünglich mit der Wehrmauer der Stadt verbunden waren. Besondere Erwähnung verdient die Puerta de la Bóveda, die etwas versetzt gebaut wurde, um die Stadt noch besser gegen Belagerung zu verteidigen und die Puerta de las Columnas, die aus römischen Kapitellen und Säulen errichtet wurde.
Das erste ummauerte oder untere Gelände, das man über ein weiteres versetzt gebautes Tor erreicht, wird Arco del Cristo genannt, weil es viele Jahre lang als Kapelle diente. Es ist ein weites Terrain, das sich der Form des Hügels anpasst und das obere Gelände vollständig umgibt. Besonders zu bemerken sind der heute begrünte Patio de Armas (Waffenhof) mit seinem Schutzwall, der der Verteidigung der südlichen Küste diente, und der Turm am östlichen Ende der Coracha, einem befestigten mit dem Schloss Gibralfaro verbundenen Weg. Das zweite befestigte oder obere Gelände verläuft ebenfalls analog zur Form des Hügels und ist an seinen beiden Enden stark bewehrt. Im Westen wird es durch die umfassend restaurierte Puerta de los Cuartos de Granada begrenzt, die ihr einziger Zugang ist und im Osten durch den Hauptturm, den Torre del Homenaje. Er ist der höchste Turm des Anwesens, hat eine quadratische Grundfläche und ist ein typisch christliches Zeugnis.
Auf dem zweiten Gelände ist der Palast Nazari zu bewundern, der teilweise aus dem 11. und teilweise aus dem 13.-14. Jahrhundert stammt, sowie ein reizvolles spanisch-islamisches Wohnviertel aus dem 11. Jahrhundert. Es besticht durch seine arabischen Strukturen, die einer Moschee gleichen, durch das Tor von Yeserías, einem Aussichtspunkt und Bädern. Die Bauten datieren auf verschiedene arabische Epochen zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert.
Der Palast erstreckt sich über drei aufeinanderfolgende Innenhöfe: Der erste Hof, Los Surtidores (Die Brunnen) offenbart an seiner Südseite ein Bogenwerk des Kalifats, das über einen Saal mit einem Verteidigungsturm im Mudejarstil verbunden ist, der mit Schleifenornamenten aus dem 14. Jahrhundert besticht. Durch einen rekonstruierten Pavillon gelangt man ins Innere des Nazari Palastes mit seinem Patio de los Naranjos (Hof der Orangenbäume) und dem Patio de la Alberca (Zisternenhof), der in das Wohnviertel führt.
Gibralfaro
Das Schloss von Gibralfaro und die Alcazaba von Málaga befinden sich am höchsten Punkt Málagas, auf einem Hügel von 130 Metern Höhe. Es handelt sich um eine starke Festung, die aus zwei Arealen besteht und in der man eine Garnison von 5000 Männern unterbringen könnte. Die Burg von Gibralfaro ist mit der Alcazaba von Málaga durch eine Doppelmauer verbunden, die sogenannte Coracha. Sie wurde restauriert und befestigt und befindet sich heute aufgrund dessen in einem guten Zustand.
Das Picasso-Museum
Das Museum wurde 2003 eröffnet und ist Pablo Picasso als einem der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts gewidmet. Er war mit seinem Stil und seinen Techniken bahnbrechend auf dem Gebiet der Malerei und hat die Geschichte und Entwicklung der modernen Kunst maßgeblich bestimmt. Das neue Museum zeigt ein breites Spektrum seiner Werke aus der Privatsammlung seiner Familie.
Calle Marqués de Larios
Die Calle Larios ist ohne Zweifel eine der bedeutendsten Straßen von Málaga. Ihren Namen verdankt sie Marquis de Larios, dessen Familie die Straße im Zentrum Málagas im 19. Jahrhundert als Öffnung zum neuen Hafen erbaute. Auch heute noch gehören viele ihrer majestätischen Gebäude der Marquise de Larios. Durch die Calle Larios zu flanieren, einen Kaffee auf einer ihrer Terrassen zu trinken und die zahlreichen Geschäfte zu bewundern, gehört zu dem bevorzugten Zeitvertreib vieler Einwohner Málagas.
Theater Cervantes
Das Theater wurde 1870 eingeweiht und fiel einem großen Brand zum Opfer, bei dem es weitgehend zerstört wurde. Im Laufe der Zeit wurde es vernachlässigt, verwahrloste und verfiel langsam zu einer Ruine. Mitte der 80er Jahre begann die Stadt von Málaga mit der Renovierung des Theaters von Miguel de Cervantes und lockt heute Besucher mit einem breiten Programm von Theaterstücken herausragender Bedeutung.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden Website: www.teatrocervantes.com
Feste und Festivals vor Ort
Semana Santa – Ostern (März oder April)
Die Osterwoche ist eine der magischsten Wochen in der Agenda Málagas. Während der Semana Santa, die vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag dauert, tragen alle Brüderschaften ihre Jungfrauen und Christusfiguren in einer Prozession durch die Stadt. Jung und Alt, Arm und Reich, setzen sich ein und nehmen begeistert an dieser Osterwoche voller Tradition, Kultur, Geschichte, Gefühlen, Magie und Religion teil. Der Besucher kann hier nur zuschauen und das Schauspiel genießen. Die Tradition wirklich zu verstehen, ist etwas anderes und kommt erst mit den Jahren.
Die Feria von Málaga (August)
Das Sommerfest der Stadt gedenkt der Eingliederung Málagas in die Krone von Kastilien durch die katholischen Könige, die die Stadt am 19.August 1487 einnahmen.
Die Feria von Málaga ist das große Sommerfest, das im August Besucher mit seinem offenen und weltbürgerlichen Flair und seiner internationalen Bedeutung verzaubert und den Charakter der Hauptstadt Europas bester Touristenzone widerspiegelt: Málaga als besonderes Zentrum der Costa del Sol und einer großstädtischen Umgebung.
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Das Zentrum, die Feria de la Luz y el Color (Fest der Lichter und Farben): Während der Feria lädt das Zentrum der Stadt zu einem Fest voller Freude ein. Die Calle Larios als Gastgeberin und alle Straßen Málagas machen auf sich aufmerksam und ziehen Besucher und Einwohner an. Die Musik spielt eine grundlegende Rolle in allen Veranstaltungen, die den Besucher auf den Straßen und Plätzen von Málaga bezaubern. Man kann die Fiesta de Verdiales in der Calle Larios und auf dem Bischofsplatz genießen oder an dem Internationalen Folklorefestival auf der Plaza de la Marina teilnehmen.
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Das Gelände der Feria, der Zauber der Nacht: Es ist halb zehn Uhr abends, als der Bürgermeister zwischen Tausenden von Bewohnern Málagas, den Schalter betätigt, der die Beleuchtung in Gang setzt, die neun Nächte lang den Real der Feria de Málaga erhellt und sie offiziell eröffnet. Kurz darauf füllen sich die Promenaden, Zelte und Festbuden der Feria mit Menschen, die das Ereignis vom ersten Moment an genießen wollen. Was die Feria von Málaga von anderen unterscheidet, ist der freie Eintritt zu den Zelten, was allen Besuchern den Genuss verschafft, verschiedene Musikrichtungen und unterschiedliche Veranstaltungen erleben zu können (Flamenco, Malagueñas, Verdiales, Sevillanas, Orchester, Musik für Jugendliche ...). Im städtischen Auditorium und dem Zelt der Jugend präsentieren sich die Größen der nationalen Kunstszene. Die Feria hat wie jedes Jahr seine eigene Königin, die unter den schönsten Frauen der Stadt ausgewählt wird.
Das Festival des spanischen Kinos in Málaga (März)

Das Festival des Málaga - Cine Español entstand 1998 und verfolgt jedes Jahr ein anderes Ziel: Es soll die Verbreitung der spanischen Filmindustrie fördern. Jahr für Jahr treffen sich die verschiedenen Bereiche der Kinowelt, richten Foren, Debatten und Treffen ein, um so die Fortschritte und Bedürfnisse des spanischen Kinos zu analysieren und einen Schauplatz für professionelle Arbeiten des audiovisuellen Sektors zu erschaffen.
Das Festival von Málaga zeigt unveröffentlichtes spanisches Kino mit Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilmen. Außerdem wartet es mit weiteren Events auf: dem Mercadoc, dem Markt des spanischen und iberoamerikanischen Dokumentarfilms; Market Screenings, el Mercado del Largometraje Español, demMarkt des spanischen Spielfilms, TV Market, dem Markt spanischer Science-Fiction und Trickfilme fürs Fernsehen; Málaga Audiovisual, der Vertretung des Audiovisuellen von Málaga im Mercadoc und Market Screenings; ZONAZINE, den Spielfilmen, Kurzfilmen und Filmvorführungen für Jugendliche.
Das Festival ist ein Ereignis mit kultureller, touristischer und gesellschaftlicher Bedeutung, was sich im Interesse zeigt, das die Medien und die zahlreichen Besucher ihm entgegenbringen.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden Website: www.festivaldemalaga.com |